24.2.2018 – Jazz im Blauen Saal

Sa. 24. Februar 2018

20:00 Uhr – Einlass 19:00

Jazzkonzert im Blauen Saal im Schloss Herrnsheim

mit dem Preisträger des Wormser Jazzpreises 2017 – Volker Engelberth

 

Veranstalter: Kasino-Gesellschaft mit Lion`s und Blue Night

Karten 19 € / Schüler 5 € an der Abendkasse oder Reservierung: hub.sippl@freenet.de

Volker Engelberth Trio

 

 

Volker Engelberth, in Köln geboren, studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim Jazzpiano.

Bereits während seines Studiums entfaltete er eine rege Konzerttätigkeit und war u.a. mit dem mehrfach ausgezeichneten Quartett „ExChange“ auf Tour. Im Laufe seiner Karriere wurde er mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, so erhielt er 2011 das Jahresstipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg, gewann 2012 den Wettbewerb „Tremplin Jazz d’Avignon“ und bekam in 2016 den Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg und 2017 den Wormser Jazzpreis verliehen.

Der 35-jährige Musiker erhielt den mit 5000 Euro dotierten Wormser JAZZ-Preis  für seine „transparenten Kompositionen, die sich durch federleichtes Spiel und subtilen Farbenreichtum auszeichnen“, begründet die Jury ihre Entscheidung. Engelberth habe in den letzten Jahren nicht nur als Ensemble-Leader, sondern auch als Sideman für andere Künstler die Jazzszene regional und bundesweit entscheidend geprägt, teilte die Jury weiter mit.


Arne Huber war mit dem Quintett L14,16 Gewinner des internationalen Jazz-Wett-bewerbs im belgischen Hoeillart; mit der Gruppe erhielt er 2002 und 2007 den Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Mit dem Felix Fromm Sextett gewann er den internationalen Jazz-Wettbewerb in spanischen Getxo. 2015 erhielt er den Jazzpreis der Stadt Worms.


Silvio Morger, der seit 1994 in Deutschland aufwuchs, fing als Jugendlicher mit dem Schlagzeugspielen an. Nach dem Abitur studierte er Jazz-Schlagzeug zunächst an der  Hochschule für Musik Mainz bei Keith Copeland, dann an der Musikhochschule Köln bei u.a.Michael Küttner. Während des Studiums gehörte er zum Landesjugendjazzorchester Hessen, zum Bundesjazzorchester und zu Peter Herbolzheimers Masterclass Bigband.

 

 

Für Fragen oder Anmeldungen wenden Sie sich bitte an Barbara und Helmut Sippl.

E-Mail: musik@kasino-gesellschaft-worms.de

3.2.2018 – Luise-Kurtz-Ausstellung

Sa, 3.2.2018

Luise Kurtz – Eine Osthofener Impressionistin

Die in Heidesheim geborene Osthofener Malerin Luise Kurtz (1848 – 1930) gehörte zur ersten Generation von Frauen, die eine professionelle künstlerische Ausbildung genoss. Sie lernte bei Edmund Kanoldt, Friedrich Kallmorgen (beide Karlsruhe) und Peter Paul Müller (München). Ihre Ausbildung erlaubte es ihr, in verschiedenen Stilrichtungen zu malen, die sich zwischen Realismus und  Spätimpressionismus bewegen. Es entstanden überwiegend Landschaften und Stillleben.

Ihre Werke gelangten nicht in öffentliche Sammlungen. Umso mehr freut sich das Kulturnetzwerk Osthofen e. V., dank einer Vielzahl von Leihgebern in Kooperation mit dem Kunstverein Worms e. V. in der ersten Ausstellung seit über vierzig Jahren der Öffentlichkeit eine Werkschau mit gut dreißig Gemälden von Luise Kurtz präsentieren zu können.

Die Vernissage ist am Samstag, 3. Februar 2018, 16 Uhr, in den Räumen des Kunstvereins Worms e. V., Renzstraße 7-9.

Begrüßung: Inga May, Dr. Klaus Döll. Einführung: Kay Heymer (Düsseldorf).

Zu sehen ist die Ausstellung von 3. bis 25. Februar 2018, jeweils samstags und sonntags, 15-18 Uhr.

 

14.1.2018 – Neujahrsempfang 2018

So. 14.1.2018

Neujahrsempfang

im Weingut Sandwiese Worms.

Liebe Mitglieder, liebe Gäste!

Es ist Tradition, dass der Präsident zu Beginn des neuen Jahres Gedanken zum Jahreswechsel vorträgt, die nicht zu verwechseln sind mit dem Rechenschaftsbericht, der an der Jahreshauptversammlung im März zu geben ist, Gedanken, die zurück und nach vorne blicken. Mit Rückblicken werden wir in der Zeit, die wir „Zwischen den Jahren“ nennen, geradezu überschüttet. Die Wormser Zeitung etwa listet in zwei Ausgaben nahezu alles auf, was im letzten Jahr Monat für Monat in Worms passiert ist. Wichtiges und Belangloses stehen manchmal lediglich chronologisch geordnet nebeneinander, dabei ist das, was der eine für wichtig hält, für den anderen belanglos. Die Zeitung hat es im kommunalen Bereich offenbar besonders schwer zu entscheiden, was aufzuzählen ist und was nicht und wer beleidigt ist, wenn er keine Erwähnung findet. Regional und überregional arbeitet sie da schon selektiver, wäre die Fülle an Ereignissen sonst überhaupt zu überschauen? Und woran erinnern wir uns? Eines der Bücher, das Herr Bessler unserem Literarischen Zirkel als mögliches Weihnachtsgeschenk empfohlen hat, war das Buch mit dem Titel „1967“ von Sabine Pamperrien. Ich habe es mit Gewinn gelesen und finde es spannend vor allem für den, der das Jahr 1967 bewusst erlebt hat. Es ist schon interessant, was man alles inzwischen vergessen hat, obwohl es nicht belanglos war, und an was man alles erinnert wird, unterbrochen von Informationen der Finanzierung des Haushalts der Familie eines Bahnbeamten im Jahre 1967: Zum Beispiel schlagen im Monat Januar 65,80 DM für Benzin, 2, 50 DM für das Aufladen der Batterie, 2, 80 für den Friseur zu Buche. Dbei verfügt die Familie über ein vergleichsweise hohes Einkommen von 1000 DM im Monat. Erinnern Sie sich, sofern Sie alt genug sind, dass der Boxweltmeister aller Klassen, Muhammed Ali alias Cassius Clay, wegen Wehrdienstverweigerung ins Gefängnis musste? Oder dass der Freispruch im Frankfurter Euthanasieprozess im Mai 1967 im Zuhörerraum Jubel auslöste, so dass der vorsitzende Richter mit der Räumung des Saales drohen musste? Oder dass der Freispruch des inzwischen als Mitarbeiter des MfS entlarvten Polizeibeamten Karl-Heinz Kurras nach der Tötung des Studenten Benno Ohnesorg im Zuschauerraum Beifall auslöste? Oder dass Adolf von Thadden, Vorsitzender der Mitte der 60er Jahre in einigen Landtagen – auch in RLP – vertretenen NPD und Chefredakteur der „deutschen Nachrichten“ hat durchgehen lassen, dass Heinrich Heine nicht der größte deutsche Lyriker seit Goethe sein könne, „da Lyrik noch mehr als jede andere dichterische Gattung Ausdruck des Nationalcharakters und der Volksseele“ sei, Heine aber Jude sei. Lang ist es her und wenn man es liest, erinnert man sich nur noch dunkel. Doch 50 Jahre, was ist das schon? Oder gehen wir in der Erinnerung weitere vier Jahre zurück, in das Jahr 1963: Wissen Sie noch – vorausgesetzt, Sie sind alt genug -, dass 1949 der Niederlande 69 km2 deutsches Territorium zur Auftragsverwaltung zugesprochen wurde –gefordert waren als Kriegsentschädigung 1759 km2. Das Gebiet kam dann gegen eine Ausgleichszahlung von 280 Millionen DM am 1. August 1963 an die Bundesrepublik zurück. In der Nacht ging die Grenze über die Ware, zollfreie Güter konnten nach Deutschland transportiert werden, Unternehmer mieteten Scheunen, Garagen und alles, was die Lagerung von 165 Tonnen Eiern, 758 Tonnen Butter und 335 Tonnen Erdbeerkonserven ermöglichte, die bis zum 31. Juli aus den Niederlanden eingeführt wurden bzw. in den Selfkant gebracht wurden, der über Nacht deutsch wurde. Ich war damals kurz vor Vollendung des 17. Lebensjahrs und hatte bereits ein Schüler – Abonnement der Wochenzeitung „Die ZEIT“, aber ich erinnere mich zwar noch als kindlicher Briefmarkensammler an die Rückkehr des Saarlands 1957, aber daran nicht mehr, obwohl man älteren Menschen nachsagt, zumindest ihr Langzeitgedächtnis funktionieren noch gut.

Wir sind die Treibenden, aber den Schritt der Zeit, nehmt ihn als Kleinigkeit im immer Bleibenden, so heißt es in dem Gedicht von Rainer Maria Rilke, das ich in der Einladung zu Heute zitiert habe und in unserem Kreis sicher nicht zum ersten Mal. Ich musste es als Unterprimaner einmal auswendig lernen zur Unterstützung der Abiturrede meines Griechischlehrers zusammen mit dem folgenden Sonett aus dem gleichen Zyklus und habe es bis heute nicht vergessen. Es hat mich damals so fasziniert, dass ich mir das Inselbändchen „Sonette an Orpheus“ am 22.12.1965 vom Taschengeld kaufte. Ich habe es besser im Gedächtnis behalten als die oben zitierten Dinge. Vieles sortiert das Gehirn mit der Zeit als marginal aus, wesentliches aber bleibt. Doch was ist der Schritt der Zeit, was ist überhaupt Zeit? Zeit wird verwendet als Maßeinheit für die gewaltigen Entfernungen im Raum. 300.000 km ist der Mond von der Erde entfernt, das Licht braucht dafür eine Sekunde, 8 Minuten braucht es bis zur Sonne, doch wieviel km beträgt der Abstand der 2⅟₂ Millionen Lichtjahre entfernten Andromedagalaxie von der Erde. Ich habe mal gerechnet, herauskommt ein fünfstellige Zahl mal 1016, vorstellen kann sich das keiner mehr. Was bedeutet, dass die Erde eine Kugel ist, in Bezug auf die Einteilung der Zeit, die wir dringend brauchen? Im begrenzten geographischen Erfahrungsraum der Antike war das noch einfach. Aber als Ferdinand Magellan von 1519 bis 1522 zum ersten Mal die Welt umsegelte, hat er sich schon gewundert, dass er in östlicher Richtung in Spanien plötzlich früher ankam, als er berechnet hatte. Erst im 19. Jahrhundert hat man die Datumsgrenze exakt in dünn besiedeltem Gebiet am Verlauf des 180. Längengrades im Pazifik festgelegt, so dass in West-Samoa 2018 fast einen Tag früher begann als im 50 km östlich gelegenen Ost-Samoa. Um die Natur für unseren Kalender nutzbar zu machen, müssen wir eingreifen und interpretieren. So müssen wir nicht nur Zeit definieren und gliedern, sondern auch entscheiden, was uns wichtig ist. Was aber ist für uns wesentlich, was sortiert unser Gehirn aus?

Längere Berichterstattung widmen die Zeitungen – regional, überregional und lokal – den Gedenkjahren, die nach allgemeinem Konsens der Medien jeden interessieren sollten, so hat uns das Thema 200 Jahre Rheinhessen 2016 ein Jahr lang begleitet, Dorf für Dorf wurde in der WZ vorgestellt. Die Pflege einer Erinnerungskultur ist den Medien wichtig, ist für die Gesellschaft wichtig zur Findung der eigenen kulturellen Identität. 2017 widmeten sich die Medien vor allem dem Reformationsjubiläum, von vielen nach dem Hauptakteur von 1517 als „Lutherdekade“ bezeichnet. Dekade? 10 Jahre Luther? 10 Jahre Reformation als zentrales Thema? Wer soll das aushalten? So habe ich mich in verschiedenen Gremien geäußert. Aber es wurde großartig! Es wurden ökumenische Pfähle eingeschlagen, denken Sie an die Lichtbrücke vom Dom zur Lutherkirche, an die Reden des Katholiken Norbert Lammert, wie ich sie in Bochum etwa hören durfte. Dass es ein Wagnis in einer nicht religiös orientierten Gesellschaft war, haben kritische Stimmen gezeigt. Interessierte Luther nur die Protestanten? Nun, nicht nur evangelische Theologen, sondern auch katholische Theologen und Profanhistoriker haben sich auf das Thema gestürzt, natürlich waren in Wittenberg am 31. Oktober der Bundespräsident, der Bundestagspräsident, die Kanzlerin und die gesamte Staataspitze im Gottesdienst und im Festakt präsent. Das Jubiläum wurde zentral in einer Stadt gefeiert, in der nur noch 10% der Menschen einer Kirche angehören. Sind solche Jubiläen denn so wichtig? Gerade heute? Sicher wäre viel gewonnen, wenn die Gespräche und die Beschäftigung mit der Vergangenheit nicht nur zur Selbstfindung und kulturellen Standortbestimmung, sondern auch zu einem friedlichen Miteinander z.B. zwischen Konfessionen und Religionen beitragen könnten. Gerade in einer Zeit ist das nötig, in der fürchterliche Terrorbanden wie der sogenannte Islamische Staat, wie Salafisten bei vielen den Islam unter Generalverdacht bringen, bei denen Anschläge wie auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin Christian Wulffs Ausspruch, der Islam gehöre auch zu Deutschland, für viele absurd erscheinen lassen. Und doch lohnt es sich, für eine andere Welt zu arbeiten. Der französische Philosoph Albert Camus hat uns am Schluss seines Essays „Der Mythos von Sisyphos“ die Vorstellung zugemutet: „Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen“, Sisyphos, der von den Göttern verurteilt ist, eine Ewigkeit lang einen Stein den Berg hinaufzurollen und kaum ist er oben, rollt der Stein wieder runter. Aber Sisyphos nimmt dem Kampf auf, er kämpft gegen das Absurde und in diesem Kampf selbst liegt der Sinn. Luther wird der Satz zugeschrieben: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht. würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Luther hat das nie gesagt. Ein hessischer Pfarrer hat Luther im Anblick aller Zerstörung 1944 diesen Satz in den Mund gelegt, um seine Theologie zu vergegenwärtigen, für das Verstehen der Gegenwart nutzbar zu machen und Impulse zu geben. So werden wir auch 2018 „1000 Jahre Wormser Dom“ gebührend feiern und das zentrale bauliche Wormser Identitätssymbol als kulturell integrierend erleben, den Rheinland-Pfalz-Tag als fröhliches Fest, vielleicht auch noch ein bisschen Zeit finden für das 150jährige Jubiläum des Lutherdenkmals, obwohl ich sicher bin, dass mein Vortrag über eine Figur des Denkmals, nämlich Johannes Reuchlin, weniger Zuhörer finden wird als der Festgottesdienst im Dom, zumal er sich schwerpunktmäßig mit dem Erlernen des Hebräischen im 16. Jahrhundert beschäftigt. Und der Satz mit dem Apfelbäumchen ist aktueller denn je.

Es gibt im Existieren kein Voraus, sondern nur ein Zugleich.“ Dieser denkwürdige Satz eines meiner akademischen Lehrer hat sich mir tief eingegraben. Indem ich mich mit der Vergangenheit beschäftige, nehme ich sie hinein in meine Gegenwart, schöpfe aus ihr ein Stück Deutung und Verstehen der Welt. Der Impuls, den ich aus der Vergangenheit erhalte, führt mich auch zu einem aktuellen Verstehen und einem aktuellen Bezug.

Unser Bemühen in der Kasinogesellschaft, Geselligkeit, Beschäftigung mit Literatur, das Genießen von Konzerten, die Ausrichtung und Orientierung an Tradition und Innovation steht in der beschriebenen Linie, aus der Vergangenheit, ihrer Literatur und Musik Gewinn zu saugen, zu genießen, sich unterhalten zu lassen und ein Stück Weltdeutung zu erwerben, und ich danke allen Aktiven für ihre Arbeit und dem Ältestenrat für die Unterstützung, dem Ehepaar Sippel für die Organisation der Konzerte, Ulrike Dickhaus und Eya Elbert für die des Literarischen Zirkels, Annette Kienast um Helmut Steuer für den Ausflug und die geselligen Veranstaltungen, Mathilde Grünewald für die Museumsbesuche und allen anderen die geholfen haben, das Programm zu gestalten.

Ja, auch am Neujahrsempfang ist es angebracht, angesichts der vergehenden Zeit auch an die Vergänglichkeit zu erinnern. Die Ehrung der Verstorbenen findet auf der Mitgliederversammlung statt, dennoch sei erwähnt, dass nach Dr. Otto Bickert nun auch Professor Dr. Jürgen Bosch, Günter Hüttmann, Dieter Kaiser, Dr. Ludwig Leineweber und seit letztem Dienstag auch Dr.Helmut Schmidt, die die Gesellschaft lange geprägt haben, nicht mehr unter uns sind. Ja, wir sind eine Gesellschaft mit vielen älteren Mitgliedern, wer wollte es leugnen, und deshalb froh über jedes jüngere Mitglied und jeden beitrittswilligen Gast. Die Welt verändert sich und wir in ihr. Auch unsere Gesellschaft ändert sich, wir haben unser Programm für 2018 am 11. Januar beraten, es wird wiederum für jeden hoffentlich etwas dabei sein.

Der berühmte Jungbrunnen funktioniert nicht, und wenn er funktionierte, was wäre gewonnen? Willi Schneider, ein Volkssänger, dessen Qualität ihn nicht gerade in unser Konzertprogramm bringen würde, wenn er denn noch lebte, ist berühmt geworden nicht zuletzt durch seinen Schlager: „Man müsste nochmal 20 sein!“ Wirklich? All das, was man seit dem hinter sich hat, noch einmal vor sich haben? Schon die Fortsetzung des Textes „und so verliebt wie damals“ wirft Probleme auf. Also ich habe meine Frau mit 20 noch nicht gekannt, Sie? Na ja, aber zumindest könnte man doch einiges anders machen, immer nach dem Motto: „wenn ich es nochmal zu tun hätte…“ Aber ist das nicht ein Denkfehler? Mit 20 weiß ich doch gar nicht, was ich anders machen könnte, habe ich doch noch nichts Gegenteiliges gemacht, zu dem ich einen Gegenplan entwerfen könnte, sondern ich muss mich entscheiden und binden. Insofern gewinnt unser Leben eine irreversible Gestalt. Sind wir also zuversichtlich, stellen uns den Herausforderungen für 2018 und pflanzen ein Apfelbäumchen! Natürlich in der Hoffnung, dass die Welt morgen nicht untergeht.

Es ist zu hoffen, dass das Jahr 2018, Momente historischer oder persönlicher Erinnerung das Selbstverständnis bereichern und Impulse für die Zukunft damit verbinden. Erst das Verweilende weiht uns ein, heißt es in dem in der Einladung zitierten Gedicht von Rainer Maria Rilke. Auch in einer nicht religiös orientierten Gesellschaft sei es mir erlaubt, die Bibel zumindest auszugsweise zu zitieren: Dort steht:

Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem , was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel!

Diese Kraft wünsche ich Ihnen allen und ein gutes und vor allem gesundes neues Jahr!

Ulrich Oelschläger

30.12.2017 – Jahresabschlußkonzert mit dem „DUO CON AURA

Sa. 30.12.2017 um 18:00 Uhr

Jahresabschlußkonzert mit dem „DUO CON AURA“

im Schloss Herrnsheim „Blauer Saal“.

Das DUO CON AURA mit Hyun-Jung Kim-Schweiker (Piano) und Hans-Christian Schweiker (Violoncello) begeistert seit vielen Jahren sein Publikum in großen Teilen Europas.

Tief beeinflusst durch das Amadeus-Quartett, Hans-Christian Schweiker konzertierte oft mit ihnen und auch Hyun-Jung Kim-Schweiker arbeitete mit ihnen zusammen, sind ihre Interpretationen getragen von unermesslich musikalischer Durchdringung und immenser Ausstrahlung auf der Bühne. Extrem farbenreiches Spiel und intelligente Phrasierung gepaart mit höchster Emotion sind Markenzeichen ihres Musizierens.

Die Konzerte des DUO CON AURA sind geprägt durch eine sehr persönliche Atmosphäre, durch große Nähe der Besucher zu Werken und Musikern.

Nicht zuletzt entsteht diese Atmosphäre der Nähe durch Hans-Christian Schweikers Zwischenmoderationen, die die übliche Distanz zwischen Musikern, Komponisten einerseits und dem Publikum andererseits abbauen: 

In heiter, freundlichem Plauderton, werden die menschlichen Seiten der Komponisten beleuchtet, ihre Werke in autobiografische Zusammenhänge eingeordnet. Das „ernste Genre“ wird auf diese Weise personalisiert.

Die perfekte Symbiose dieser zwei Musiker, beide nominiert für den „ International Classical Music Award 2015“,  lässt jedes Konzert dieses Ensembles zu einem unvergesslichen Abend werden, und so rissen diese beiden Musiker ihr Publikum stets zu Beifallsstürmen und Standing Ovations hin.

www.duoconaura.com

Für Fragen oder Anmeldungen wenden Sie sich bitte an Barbara und Helmut Sippl.

E-Mail: musik@kasino-gesellschaft-worms.de

17.11.2017 – Gut Leben Jazz Night

Fr. 17.11.2017 um 18:00 Uhr

Einladung zur   GUT LEBEN JAZZ NIGHT

mit dem Magnus Lindgren & Dieter Ilg Duo

GUT LEBEN in Westhofen, Am Morstein 1

Das Kontingent mit Menü ist ausgebucht – Karten für das Konzert können noch über „GUT LEBEN“ gekauft werden!

Ein kongenial durchkomponiertes Duo: Der schwedische Komponist, Arrangeur und Multiinstrumentalist Magnus Lindgren beherrscht die Klaviatur einer Big Band genauso wie die Kleinstform im Jazz und trifft mit Dieter Ilg auf einen der größten Jazzbassisten unserer Zeit. Dessen elektrisierende Vitalität, intelligente Neugier, technische Brillanz und totale Hingabe an den Moment brachten ihm bis heute drei ECHO Jazz Trophäen ein. Intimer Jazz zum Niederknien.

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24.9.2017 – Konzert im Heylshof

In Kooperation mit dem Förderkreis MUSEUM HEYLSHOF e.V. veranstaltet die Vereinigte Kasino und Musikgesellschaft Worms e.V. das Konzert von der „Al Oud bis zur Laute“ von „Renaissance bis Barock“.

Alte persische Kunstmusik auf „Al Oud“ und europäische Lautenmusik aus Renaissance und Barock treffen in dem Konzert von Abbas Mashayekh und Johannes Vogt aufeinander und vermischen sich. Es ist eine interkulturelle Begegnung zweier Künstler mit artverwandten Instrumenten.

„Al Oud“ ist ein altes Saiteninstrument aus dem Orient. Kreuzfahrer und Mauren brachten es im Mittelalter nach Europa, wo es von einheimischen Musikern übernommen wurde.

Aus Al Oud entstand die Laute.

Einen Austausch zwischen den beiden verwandten Instrumenten gab es in der Folgezeit nicht mehr. Zu verschieden waren die musikalischen  Vorstellungen im Orient und Okzident.

Aus der Faszination, die die orientalische Oud-Musik auf den Musikwissenschaftler und Lautenspieler Johannes Vogt (Heidelberg) ausübt und der Begeisterung des Gitarristen und Oud-Spielers Abbas Mashayekh für die europäische Lautenmusik entstand die Idee, die beiden Instrumente mit ihren unverwechselbaren Eigenarten in einem gemeinsamen Konzert wieder zusammen zu bringen.

Das Programm reicht unter anderem von Bach, Prelude g-moll über Josquin Deprez (Frankreich um 1500), altfranzösische Tänze, Esfahan-Präludium (Persische Trad.), Diego Ortiz (Spanien 16. Jhdt.)  usw.

Karten: 18.-€ / Schüler 5.-€  bei der Kunsthandlung Steuer, Kämmererstr. 41 oder Abendkasse im Heylshof.

Abbas Mashayekh
Abbas Mashayekhs Repertoire klassischer Gitarrenmusik reicht von alter europäischer Musik aus der Renaissance und dem Barock über Stücke der spanischen Romantik und Spätromantik bis zu lateinamerikanischen Kompositionen für die Gitarre aus dem 20. Jahrhundert. Darüber hinaus spielt er auf dem „Al Oud“ persische und europäische Kunstmusik.
Johannes Vogt
Johannes Vogt ist ein gefragter Musikwissenschaftler, der spezialisiert ist auf Laute, Theorbe und klassischer Gitarre.

Bei unserem Konzert treffen sich verschiedene Kulturkreise sowie Stilepochen und klangliche Idiome. Durch die entsprechenden Bearbeitungen von Johannes Vogt entstand etwas Eigenständiges von unerhörtem klanglichem Reiz. Ausgehend vom spätmittelalterlichen Kirchenchoral des 14. Jahrhunderts wagten die Interpreten A.Mashayekh und J. Vogt einen Streifzug durch konzertante Gattungen des Barock-Zeitalters mit Kompositionen von Georg Philipp Telemann , Johann Sebastian Bach und persischer traditioneller Musik.

 

 

Für Fragen oder Anmeldungen wenden Sie sich bitte an Barbara und Helmut Sippl.

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22.9.2017 – Führung durch die Ausstellung „Päpste“ REM, Mannheim

Die Päpste in Mannheim erwarten uns.

Bevor Katholiken und Protestanten getrennte Wege gingen, verband sie 1500 Jahre gemeinsamer Geschichte. Das Papsttum wurde zur geistlichen und weltlichen Autorität, die nicht nur die theologische Entwicklung, sondern auch das lateinische Abendland prägte. Die Mannheimer Päpste-Ausstellung beginnt mit Petrus und betrachtet die Entwicklung des Papsttums bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts.

Nach der Führung gehen wir wieder in die „Tomate“ zu einem geselligen Imbiss.

Der Bus startet vom Stadionparkplatz um 17.30 Uhr am Freitag, den 22. September 2017.

Ihre Aktive Dr. Mathilde Grünewald

Sie sind mit der Überweisung von 25,- Euro pro Person auf das Konto von M. Grünewald, IBAN DE25 5509 1200 0001 0307 01, GENODE61AZY bis zum 15.09.2017 verbindlich angemeldet.

Für Fragen oder Anmeldungen wenden Sie sich bitte an Dr. Mathilde Grünewald.

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31.8.2017 – Literarischer Zirkel August

Do. 31.08.2017 um 19.30 Uhr

Literarischer Zirkel

Château Schembs, Worms-Herrnsheim

Die Kasino-­Gesellschaft Worms e.V. veranstaltet einen Abend zum 100. Geburtstag der europäischen „Dada“-Bewegung.

Ausgehend vom Café Voltaire in Zürich wurden Musik, Literatur, Theater und bildende Kunst von „Dada“ erfasst und durchliefen ein kurze Phase der völligen Anti-­Kunst und weitgehender Sinnfreiheit.

Ab 1922 entwickelten sich aus „Dada“ neue Kunstformen: Surrealismus, Performences, Readymakes, Collagen, konkrete Lyrik und neue Musik. Am Donnerstag, dem 31. August, werden um 19.30 Uhr im Château Schembs in Herrnsheim Katharina Schmitt (Cello), Christian Schmitt (Klavier) und Astrid Haag (Rezitation, Gesang) ein „Dada“-Feuerwerk zünden mit Musik von Erich Schulhoff und einem Potpourri mit Texten von Huelsenbeck, Arp, Schwitters, Tzara, Hennings und Co.

Der Eintritt beträgt 10 Euro.

Für Fragen oder Anmeldungen wenden Sie sich bitte an Ulrike Dickhaus.

E-Mail: info@kasino-gesellschaft-worms.de

Tel.: 06241/308 895

Aus der Wormser Zeitung vom 2. September 2017